Fußreflexzonenmassage nach Marquard

Die Fußreflexzonenmassage basiert auf den Erkenntnissen des amerikanischen Arztes William H. Fitzgerald, der den Mensch in 10 Längs- und 3 Querzonen einteilte. Die so festgelegten Zonen finden sich projiziert am Fuß wieder, so dass z.B. bestimmte innere Organe bestimmten Stellen am Fuß entsprechen. Jedes Organ hat seine entsprechende Bezugs- oder Reflexzone am Fuß dort, wo im Körper die gleiche Zone durch das Organ führt. Überschneidungen oder Überlappungen von Organen im Körper finden sich auch als Überschneidungen in den Zonen der Füße wieder. Organe, die in der rechten Körperhälfte liegen, finden sich auch im rechten Fuß wieder und umgekehrt. Paarig angelegte Organe wie die Nieren finden sich in beiden Füßen auch an den gleichen Stellen, etc.

Bekannt wurde die Fußreflexzonenmassage, mit FRZM abgekürzt, durch das 1938 erschienene Buch von Eunice Ingham „Geschichten, die die Füße erzählen können“ und bei uns in Deutschland insbesondere durch die Ingham-Schülerin Hanne Marquardt.

Sichtbare, tastbare oder schmerzhafte Zonen des Fußes geben einen Hinweis auf eine „Zonenbelastung“. Diese kann vorübergehender oder andauernder Natur sein und einen Hinweis auf funktionelle oder organische Störungen oder gar Erkrankungen von Körperbereichen oder Organen darstellen. Dadurch dass die Verbindung auch von den Füßen zu den inneren Geweben oder Organen zurückführt, kann regulatorisch und therapeutisch Einfluss auf diese genommen werden durch die manuelle Behandlung.

Auch wenn die FRZM heute weit verbreitet ist, bedarf es zu einer erfolgreichen Ausübung einer korrekten Technik im Sinne einer „fließenden, dynamischen und dreidimensionalen“ Bewegung und regelmäßiger Übung, damit das gewünschte Ergebnis erreicht wird: eine Besserung der Symptomatik und Heilung oder Linderung der Beschwerden. Eine nicht richtig durchgeführte FRZM kann wie jede falsch durchgeführte Therapie zu unerwünschten Nebenwirkungen und sogar zur Verschlechterung der Situation führen. Deshalb sollte die FRZM nur von kundigen Personen ausgeübt werden.

(einjährige Aus- und Fortbildungen, ca. 170 Stunden)